Einführung
Datenumflussdiagramme (DFDs) sind leistungsfähige Werkzeuge, die in der Systemanalyse und -gestaltung verwendet werden, um den Datenfluss innerhalb eines Systems visuell darzustellen. Sie helfen dabei, die Prozesse, Datenspeicher und Datenbewegungen innerhalb eines Systems zu verstehen und zu dokumentieren. Zwei Hauptarten von DFDs, logische DFDs und physische DFDs, erfüllen unterschiedliche Zwecke im Entwicklungszyklus und spielen jeweils eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung und Umsetzung eines Systems.
Logisches DFD
Logische DFDs konzentrieren sich auf die logischen Beziehungen und Prozesse innerhalb eines Systems, ohne auf technische Implementierungsdetails einzugehen. Diese Diagramme bieten eine abstrahierte Darstellung auf hoher Ebene und legen den Fokus auf die wesentlichen Funktionen und Interaktionen des Systems. Logische DFDs werden hauptsächlich in den frühen Phasen der Systementwicklung eingesetzt, wenn der Schwerpunkt auf der Verständnis der Systemfunktionalität aus der Perspektive des Benutzers liegt.
Wann logische DFDs verwendet werden sollten
- Anforderungsanalyse: Logische DFDs sind besonders nützlich während der Anforderungsanalysephase. Sie helfen Analysten und Stakeholdern, die wesentlichen Prozesse und Datenflüsse zu verstehen, ohne sich in technische Details zu verlieren.
- Benutzerkommunikation: Diese Diagramme dienen als wertvolles Kommunikationsinstrument zwischen Systemanalysten und Endnutzern. Sie erleichtern Gespräche über die Anforderungen und Funktionen des Systems in einer Sprache, die für nicht-technische Stakeholder leicht verständlich ist.
- Hochlevel-Systemgestaltung: Logische DFDs unterstützen die Erstellung einer hochwertigen Entwurfsgrundlage für die Systemgestaltung. Sie heben die wichtigsten Prozesse und Datenflüsse hervor und legen die Grundlage für nachfolgende Entwicklungsphasen.
Warum logische DFDs
- Abstraktion: Logische DFDs entfernen technische Details und bieten eine klare und präzise Darstellung der Systemfunktionalität. Dies hilft, während früher Diskussionen unnötige Komplexitäten zu vermeiden.
- Benutzerzentriert: Durch Fokussierung auf die Perspektive des Benutzers stellen logische DFDs sicher, dass die Systemgestaltung den Bedürfnissen und Erwartungen des Benutzers entspricht.
Physisches DFD
Physische DFDs hingegen gehen auf die technischen Aspekte der Systemumsetzung ein. Sie beschreiben detailliert, wie die in den logischen DFDs identifizierten logischen Komponenten in Form von Hardware, Software, Datenbanken und Netzwerkkomponenten umgesetzt werden.
Wann physische DFDs verwendet werden sollten
- Detaillierte Systemgestaltung: Physische DFDs werden während der detaillierten Systemgestaltung eingesetzt. Sie dienen als Wegweiser für Entwickler und legen fest, wie die logischen Prozesse mit bestimmten Technologien und Ressourcen umgesetzt werden.
- Umsetzungsphase: Sobald das System in die Umsetzungsphase übergeht, leiten physische DFDs die Entwickler dabei, das logische Design in ein konkretes System umzusetzen, indem sie die beteiligten Hardware- und Softwarekomponenten angeben.
- Leistungsoptimierung: Physische DFDs sind entscheidend für die Optimierung der Systemleistung. Sie helfen, potenzielle Engpässe und Bereiche zur Verbesserung im Hinblick auf die Ressourcennutzung zu identifizieren.
Warum physische DFDs
- Anleitung zur Umsetzung: Physische DFDs bieten Entwicklern eine detaillierte Anleitung, die die Schritte und Technologien aufzeigt, die erforderlich sind, um das logische Design umzusetzen.
- Effizienz und Optimierung: Durch die Vertiefung in die technischen Details ermöglichen physische DFDs die Optimierung der Systemleistung und der Ressourcennutzung.
Logische DFDs im Vergleich zu physischen DFDs: Eine Zusammenfassung
| Aspekt | Logische DFD | Physische DFD |
|---|---|---|
| Schwerpunkt | Höherstufige Abstraktion von Prozessen und Daten | Detaillierte technische Implementierungsdetails |
| Zweck | Anforderungsanalyse, Benutzerkommunikation | Detaillierter Systementwurf, Implementierung |
| Darstellungsebene | Konzeptionell | Technisch |
| Zielgruppe | Interessenten, Endbenutzer | Entwickler, Systemarchitekten |
| Umfang | Systemfunktionen aus Sicht des Benutzers | Technische Details der Systemimplementierung |
| Abstraktion | Betont wesentliche Funktionen und Interaktionen | Übersetzt logische Komponenten in konkrete Implementierungen |
| Zeitpunkt der Verwendung | Frühe Stadien der Systementwicklung | Detaillierter Systementwurf und Implementierung |
| Dargestellte Komponenten | Prozesse, Datenflüsse, Datenbestände | Hardware, Software, Datenbanken, Netzwerke |
| Einsatz in der Optimierung | Konzentriert sich nicht auf die Optimierung | Identifiziert Bereiche für die Leistungs-Optimierung |
| Sprache | Benutzerfreundlich, nicht technisch | Technisch, beinhaltet spezifische Technologien |
| Detailgrad | Hochlevel | Detailliert |
Diese Tabelle bietet einen schnellen Überblick über die wesentlichen Unterschiede zwischen logischen DFDs und physischen DFDs hinsichtlich ihres Fokus, Zwecks, Zielgruppe, Umfang, Abstraktionsniveau und weiterer relevanter Aspekte.
Fazit
In der Welt der Systementwicklung spielen sowohl logische DFDs als auch physische DFDs in verschiedenen Phasen des Lebenszyklus eine entscheidende Rolle. Logische DFDs bieten während der frühen Phasen eine benutzerzentrierte, abstrakte Sicht, um sicherzustellen, dass die Systemgestaltung den Anforderungen der Nutzer entspricht. Andererseits liefern physische DFDs den technischen Bauplan, der für eine effiziente Implementierung erforderlich ist, und führen Entwickler durch die feinen Details der Systemkonstruktion. Zusammen tragen diese beiden Arten von DFDs zu einem umfassenden und erfolgreichen Systementwicklungsprozess bei.











