Unternehmensarchitektur (EA) ist eine komplexe und vielschichtige Disziplin, und im Kern steht der Begriff der EA-Landschaft. Die EA-Landschaft umfasst die umfassende Sammlung architektonischer Beschreibungen, die die Architektur einer Organisation definieren. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass die EA-Landschaft kein einheitliches, monolithisches Gebilde ist, sondern vielmehr eine Sammlung unterschiedlicher architektonischer Modelle und Perspektiven, die jeweils auf spezifische Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmt sind.
Organisieren und Bevölkern der EA-Landschaft
Das Verständnis und die Organisation der EA-Landschaft ist grundlegend für den architektonischen Prozess. Hier sind einige wesentliche Überlegungen:
- Bevölkern der EA-Landschaft:
- Jede Initiative, die darauf abzielt, die EA zu entwickeln und aufrechtzuerhalten, trägt zur EA-Landschaft bei.
- Im Laufe der Zeit, während mehrere Maßnahmen stattfinden, entwickelt sich die EA-Landschaft weiter, passt sich an und wird aktualisiert.
- Der Begriff der Iteration, wie er im TOGAF-Rahmenwerk verankert ist, berücksichtigt diese dynamische Natur.
- Architekturprojekte und die EA-Landschaft:
- Statt die Iteration ausschließlich im Sinne einer Neuausrichtung und Wiederholung des Architektur-Entwicklungsprozesses (ADM) zu betrachten, sollten Sie sie mit dem Konzept eines Architekturprojekts verbinden.
- Jedes Architekturprojekt entwickelt bewusst einen Teil der EA-Landschaft, um spezifische Bedürfnisse zu erfüllen.
- Im Kontext vorheriger Architekturen verfeinert das Projekt und möglicherweise auch Komponenten innerhalb der EA-Landschaft.
- Bestandteile der befüllten EA-Landschaft:
- Sobald die EA-Landschaft befüllt ist, enthält sie Beschreibungen, Beschränkungen und Anleitungen.
- Wiederholtes Informationsbeschaffen, Analysieren, Überprüfen und Genehmigen ist entscheidend für verlässliche Entscheidungen.
- Bestehende Entscheidungen, Anleitungen und Beschränkungen leiten die fortlaufende Architektur-Entwicklung an.
- Best Practice betont ein minimales Informationsbeschaffen und Analysieren und konzentriert sich auf die Beantwortung unmittelbarer Fragen.
Vier unabhängige Merkmale der EA-Landschaft:

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- Breite: Bezieht sich auf den Gegenstandsbereich, der durch ein Architekturprojekt abgedeckt wird. Sie kann Bereiche, Organisationen und Initiativen umfassen und eine Hierarchie spezifischer Gegenstandsbereiche bilden.
- Detailgrad: Architekten sollten so weit wie nötig, aber nicht weiter, entwickeln, um das Ziel des Architekturprojekts zu erreichen.
- Zeit: Jedes Architektur-Entwicklungsprojekt verfügt über einen Planungszeitraum – den Zeitpunkt, zu dem die Zielarchitektur erreicht werden soll. Die Berücksichtigung der dynamischen Zukunft ist entscheidend.
- Aktualität: Architektonische Beschreibungen, Spezifikationen und Ansichten werden für bestimmte Zwecke erstellt. Die Erkennung ihrer Aktualität hilft zu bestimmen, ob sie überprüft oder ersetzt werden müssen.
Navigieren der Komplexität
Es ist wichtig zu beachten, dass die EA-Landschaft kein sauber abgegrenzter Raum ist; vielmehr ähnelt sie einem konsolidierten Zentrum mit Ausläufern, die sich in verschiedene Richtungen erstrecken. Als Architekten müssen wir bereit sein, diese Komplexität zu meistern und unsere Herangehensweise entsprechend anzupassen, indem wir die oben genannten zentralen Prinzipien und Merkmale nutzen.











