Einführung
Datenflussdiagramme (DFDs) sind leistungsfähige Werkzeuge zur Modellierung des Informationsflusses innerhalb eines Systems. Sie bieten eine visuelle Darstellung, die sowohl für Informatikexperten als auch für Nichtfachleute zugänglich ist und daher während der Analyse und Spezifikation von Systemanforderungen unverzichtbar ist.
1. Grundkonzept
Im Kern modelliert ein DFD, wie Informationen durch ein System fließen und welche Aktivitäten diese Informationen verarbeiten. Es handelt sich um eine grafische Darstellung, die eine effektive Kommunikation zwischen Softwareentwicklern, Kunden und Nutzern fördert.
2. Bestandteile eines DFD

2.1 Prozesse
Prozesse in einem DFD stellen Aktivitäten oder Transformationen dar, die innerhalb des Systems stattfinden. Sie reichen von einfachen Operationen bis hin zu komplexen Algorithmen.
2.2 Datenbestände
Datenbestände sind Speicherorte, an denen Daten innerhalb des Systems gespeichert werden. Sie können Datenbanken, Dateien oder jede andere Art von Speicher sein.
2.3 Datenflüsse
Datenflüsse sind Pfeile, die die Bewegung von Daten zwischen Prozessen, Datenbeständen und externen Entitäten darstellen. Sie veranschaulichen, wie Informationen innerhalb des Systems fließen.
2.4 Externe Entitäten
Externe Entitäten sind Quellen oder Zielorte von Informationen, die außerhalb des Systems existieren, aber mit ihm interagieren. Dazu können Benutzer, andere Systeme oder sogar Sensoren gehören.
3. Regeln und Konstrukte
DFDs verwenden eine begrenzte Menge an Konstrukten und einfache Regeln, was sie leicht verständlich macht. Die Konsistenz dieser Regeln in allen Datenflussdiagrammen sorgt für Einheitlichkeit und Klarheit.
4. Vorteile von DFDs
4.1 Zusammenarbeit
DFDs fördern eine effektive Zusammenarbeit zwischen Softwareentwicklern, Kunden und Nutzern. Die visuelle Natur der Diagramme vereinfacht komplexe Konzepte.
4.2 Analyse und Spezifikation
Sie sind entscheidend für die Analyse und Spezifikation von Systemanforderungen. Durch die Fokussierung auf den Informationsfluss bieten DFDs ein klares Verständnis dafür, wie das System funktioniert.
5. Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Erstellen eines DFD
5.1 Prozesse identifizieren
Beginnen Sie damit, die wichtigsten Prozesse in Ihrem System zu identifizieren. Es handelt sich um Aktivitäten, die Daten manipulieren oder transformieren.
5.2 Datenflüsse definieren
Ermitteln Sie, wie Daten zwischen Prozessen fließen. Verwenden Sie Pfeile, um Datenflüsse darzustellen, und beschriften Sie sie entsprechend.
5.3 Datenbestände einführen
Ermitteln Sie, wo Daten innerhalb des Systems gespeichert werden. Verbinden Sie Datenbestände entsprechend mit Prozessen und Datenflüssen.
5.4 Externe Entitäten einbeziehen
Schließen Sie externe Entitäten ein, die mit dem System interagieren. Verbinden Sie sie über Datenflüsse mit den entsprechenden Prozessen.
5.5 Validieren und iterieren
Überprüfen Sie Ihr DFD auf Genauigkeit und Vollständigkeit. Iterieren Sie, falls erforderlich, und stellen Sie sicher, dass das Diagramm den Informationsfluss im System effektiv abbildet.
6. Beispiel
Um Ihr Verständnis zu festigen, betrachten wir ein einfaches Beispiel:
Szenario: Online-Einkaufssystem
- Prozesse: Auftragsabwicklung, Bestandsverwaltung, Zahlungsabwicklung.
- Datenflüsse: Bestelldetails fließen vom Kunden zur Auftragsabwicklung, Bestandsaktualisierungen fließen zur Bestandsverwaltung und Zahlungsinformationen fließen zur Zahlungsabwicklung.
- Datenbestände: Datenbank zum Speichern von Kundendaten, Bestandsdatenbank.
- Externe Entitäten: Kunden, die Bestellungen aufgeben.
Fazit
Datenumlaufdiagramme sind ein wertvolles Werkzeug in der Systemanalyse. Indem Sie diese Schritte befolgen, können Sie ein klares und umfassendes DFD erstellen, das als Grundlage für die Entwicklung und das Verständnis komplexer Systeme dient.











