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Verständnis von Enterprise Architecture (EA) und TOGAF

Einführung in die Enterprise Architecture (EA)

Enterprise Architecture (EA) ist ein strategisches Framework, das die Struktur und den Betrieb einer Organisation definiert. Es bietet eine Bauplan für die Ausrichtung der Geschäftsstrategie an der Technologie, um sicherzustellen, dass die IT-Infrastruktur der Organisation ihre Ziele und Zielsetzungen unterstützt. Durch die Schaffung eines klaren Rahmens fördert EA bessere Entscheidungsfindung, verbesserte Kommunikation und erhöhte Agilität bei der Reaktion auf Veränderungen in der Geschäftsumgebung.

Wichtige Ziele der EA

  1. Ausrichtung: Stellen Sie sicher, dass die IT-Investitionen mit den Geschäftszielen ausgerichtet sind.
  2. Standardisierung: Fördern Sie Konsistenz und reduzieren Sie Redundanzen innerhalb der Organisation.
  3. Agilität: Ermöglichen Sie eine schnelle Anpassung an sich verändernde geschäftliche Anforderungen und Technologietrends.
  4. Governance: Legen Sie Rahmenbedingungen für Compliance, Risikomanagement und Leistungsbeurteilung fest.

Übersicht über TOGAF

Das Open Group Architecture Framework (TOGAF) ist eines der am häufigsten verwendeten EA-Frameworks. Es bietet einen strukturierten Ansatz für die Gestaltung, Planung, Umsetzung und Steuerung von Enterprise-Architekturen.

Bestandteile von TOGAF

TOGAF besteht aus mehreren zentralen Bestandteilen:

The 6 TOGAF 9.1 Components

  • Architektur-Entwicklungs-Methode (ADM): Ein schrittweiser Ansatz zur Entwicklung und Verwaltung der Architektur.
  • Architektur-Inhalts-Framework: Beschreibt die Lieferungen und Artefakte, die im Verlauf des Architektur-Entwicklungsprozesses entstehen.
  • Enterprise-Continuum: Ein Modell zur Kategorisierung von Architekturen und Lösungen von generisch bis spezifisch.
  • Architektur-Kapazitäts-Framework: Bietet Leitlinien für die Einrichtung und Aufrechterhaltung einer Architekturpraxis innerhalb der Organisation.

Phasen des ADM

Der ADM von TOGAF besteht aus mehreren Phasen:

  1. Vorläufige Phase: Bereiten Sie das Architektur-Frame­work vor und passen Sie es an.
  2. Phase A: Architekturvision: Definieren Sie den Umfang, die Ziele und die Beteiligten.
  3. Phase B: Geschäftsarchitektur: Erstellen Sie eine Sicht auf die Geschäftsstrategie, Governance, Organisation und wesentliche Geschäftsprozesse.
  4. Phase C: Informationssystemarchitekturen: Erstellen Sie Architekturen für Daten und Anwendungen.
  5. Phase D: Technologiearchitektur: Definieren Sie die technische Infrastruktur, die zur Unterstützung der Architektur erforderlich ist.
  6. Phase E: Chancen und Lösungen: Identifizieren und planen Sie Implementierungsprojekte.
  7. Phase F: Planung der Migration: Erstellen Sie eine Roadmap für die Umsetzung der Architektur.
  8. Phase G: Implementierungsgovernance: Stellen Sie die Einhaltung der Architektur während der Implementierung sicher.
  9. Phase H: Änderungsmanagement der Architektur: Verwalten Sie Änderungen an der Architektur im Laufe der Zeit.

Verschiedene Arten von EA-Frameworks

Es gibt mehrere EA-Frameworks neben TOGAF, die jeweils einzigartige Merkmale und Vorteile bieten. Hier sind einige herausragende:

1. Zachman-Framework

Das Zachman-Framework ist ein Schema zur Organisation architektonischer Artefakte. Es bietet eine strukturierte Möglichkeit, die Architektur einer Organisation aus verschiedenen Perspektiven (z. B. Planer, Eigentümer, Designer) zu betrachten und zu analysieren, und konzentriert sich auf die „Wer“, „Was“, „Wo“, „Wann“, „Warum“ und „Wie“ der Architektur.

Zachman Framework

2. FEAF (Federal Enterprise Architecture Framework)

Das Federal Enterprise Architecture Framework wird von US-amerikanischen Bundesbehörden verwendet, um die Zusammenarbeit zwischen Behörden zu fördern und die Effizienz der Regierungsarbeit zu verbessern. FEAF konzentriert sich darauf, IT-Investitionen mit geschäftlichen Ergebnissen abzustimmen und umfasst verschiedene Referenzmodelle.

3. Gartner-EA-Framework

Das Gartner-EA-Framework betont die Bedeutung von Geschäftsergebnissen und strategischer Ausrichtung. Es bietet einen flexiblen Ansatz, der es Organisationen ermöglicht, ihre EA-Praktiken an ihre spezifischen Bedürfnisse und Kontexte anzupassen.

4. DoDAF (Department of Defense Architecture Framework)

DoDAF ist für den Einsatz innerhalb des US-Verteidigungsministeriums und seiner Auftragnehmer konzipiert. Es konzentriert sich darauf, eine umfassende Sicht auf die Architektur zu bieten und sicherzustellen, dass alle Aspekte der Verteidigungsoperationen berücksichtigt werden.

Fazit

Enterprise Architecture ist eine entscheidende Disziplin, die Organisationen dabei unterstützt, ihre IT-Strategien mit geschäftlichen Zielen abzustimmen. TOGAF, als eines der führenden Frameworks, bietet eine strukturierte Methodik zur Entwicklung und Verwaltung dieser Architekturen. Das Verständnis verschiedener EA-Frameworks, einschließlich TOGAF, Zachman, FEAF, Gartner und DoDAF, ermöglicht es Organisationen, die passende Herangehensweise zu wählen, die ihren einzigartigen Anforderungen entspricht und eine effektive Entscheidungsfindung sowie strategische Ausrichtung fördert. Durch die Nutzung dieser Frameworks können Organisationen ihre Agilität, Governance und insgesamt ihre Leistungsfähigkeit in einer zunehmend komplexen Geschäftswelt verbessern.

 

  1. Nutzen von TOGAF zur effektiven Entwicklung von Enterprise-Architekturen 
  2. Was ist Enterprise Architecture?
  3. Best Practices für die Erstellung wirksamer Architekturprinzipien in TOGAF-EA-Projekten

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